Mittwoch, 23. März 2011

Christchurch


Wir besuchen Anton, einen alten Freund den ich vor 7 Jahren auf einer Malta Reise kennen gelernt habe. Er wohnt im südlichen Teil von Christchurch, der vom Erdbeben weitestgehend verschont wurde. Anton zeigt uns ein paar schöne Aussichtspunkte, Strände und Parks. Obwohl wir, das vom Erdbeben am meisten getroffene Stadtzentrum meiden, begegnen wir immer wieder Orten der Zerstörung. Eingefallene Häuser und Mauern, abgerutschte Hänge und Felsen, Risse in den Straßen, es sind Notstromaggregate und Wassertanks aufgestellt. Eines Abends spüren wir das Erdbeben hautnah mit einem „leichten“ Nachbeben, bei dem die Wände ca. 3 sec. wackeln. Für Anton ganz normal, Christchurch hat seit dem ersten Beben im September über 4500 Nachbeben gehabt, für uns eine Grenzerfahrung, die mich die ganze Nacht beschäftigt.
Wir machen ein BBQ mit Anton, lernen auch seine Mutter kennen, sind zwei Tage in der neuseeländischen Familie zu Gast, essen dementsprechend vor dem Fernseher zu Abend.
Wir besuchen mit den Kindern das sehr interessante und spannende Air Force Museum, eines der wenigen geöffneten öffentlichen Gebäude.
Nach drei Tagen verlassen wir Christchurch zusammen mit Anton, der für zwei Jahre nach Australien geht. Auch wenn es sehr schön war den guten alten Freund wieder zu sehen, die Gastfreundlichkeit und die Häuslichkeit zu genießen, sind wir froh die von Erdbeben gezeichnete Stadt wieder zu verlassen auf dem Weg an die sichere Westküste. 

Christchurch von oben

Der Hafen in Lyttelton



Wir essen alle zusammen

Jannis genießt die Häuslichkeit

Endlich nochmal Baden

Schön am Strand

Nur eines von vielen erschütterten Bildern

Selbst im Park sieht man die Zeichen der Zerstörung

Das wirklich spannende Aire Force Museum


Der Feind naht von da

In Deckung!

Wir brauchen einen Fluchtplan

Ok nichts wie weg hier



Bei all den Geschehnissen und der Zerstörung auf der Welt, sei es das Erdbeben in Christchurch was uns sehr nahe gegangen ist, der Tsunami in Japan mit den schwerwiegenden Folgen der nuklearen Zerstörung oder dem Krieg in Lybien, sind wir sehr sehr froh auf unserer Reise, die wunderschöne Natur dieser Erde in Freiheit erleben zu dürfen. Sind allerdings nachdenklich und stellen uns die Frage, ob unsere Kinder in Zukunft dazu auch noch die Möglichkeit haben werden?

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr Lieben,
    die Bilder von dem Erdbeben lassen nur erahnen, wie schlimm es in der Stadt sein muss...
    Ich hoffe, dass unsere Kinder noch schöne unberührte Natur sehen können. Besonders hoffe ich, dass unsere Kinder ohne Atomkernkraftwerke leben dürfen......
    Evi

    AntwortenLöschen